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Das Wort sie sollen lassen stahn …
Landlerdeportation im Zeichen des Evangeliums
22.04. – 24.09.2017



1734 begannen die Habsburger im Zuge der Rekatholisierung ihre evangelischen Untertanen aus dem sog. Landl und später, bis 1776, aus anderen Teilen Österreichs in ihr Fürstentum Siebenbürgen zwangsweise zu „transmigrieren“.

Dort herrschte seit Mitte des 16. Jahrhunderts religiöse Toleranz, die 1691 durch das „Diploma Leopoldinum“ von Kaiser Leopold I. bestätigt worden war.

Viele der ihres Glaubens wegen Deportierten starben bereits an den Reisestrapazen. Angekommen in Siebenbürgen, wurden die vermeintlichen „Rechtsbrecher“ von ihren siebenbürgischen Glaubensbrüdern argwöhnisch empfangen und nie vollständig integriert.

Dadurch entwickelte sich ein eigenes Gruppenbewusstsein dieser evangelischen Minderheit, das sich bis heute in Dialekt und Tracht erhalten hat. Ihre einzigartige Kultur und Geschichte wird, als Folge der Reformation, in der Ausstellung vorgestellt werden.

Dieser besondere Aspekt der evangelischen Religionsgeschichte ist ein Beitrag des Siebenbürgischen Museums zum Reformationsjubiläum 2017.

  • (c) Bildarchiv Dr. I. Sedler

    (c) Bildarchiv Dr. I. Sedler