Auftrag und Konzept

Das Siebenbürgische Museum Gundelsheim ist die einzige museale Institution außerhalb Rumäniens, die die Kultur und Geschichte der Siebenbürger Sachsen im Kontext ihres multiethnischen und multireligiösen Umfeldes vermittelt.

Eine Auswahl des sehr umfangreichen Bestands (über 19.000 Objekte) ist auf ca. 500 m² in der Dauerausstellung im Erdgeschoss zu besichtigen. Darin erschließen sieben Themenbereiche exemplarisch die wechselvolle Geschichte und die facettenreiche Kultur Siebenbürgens vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Besonderes Augenmerk wird auf die Vermittlung der Kulturgeschichte Siebenbürgens im europäischen Kontext sowie der besonderen Identitätsprozesse und Gesellschaftsordnung in einem multiethnischen Umfeld gelegt. In der Vermittlung der traditionell gemeinschaftlich orientierten Gesellschaftsordnung Siebenbürgens wirkt das Museum sinnstiftend für eine Kultur des demokratischen Miteinander und der Toleranz in einem vereinten Europa.

Im Obergeschoss des Museums finden auf ca. 100 m² mehrmals im Jahr Sonderausstellungen statt. Hier befinden sich außerdem ein Graphisches Kabinett sowie eine Studiensammlung zu siebenbürgischen Textilien, Keramiken und zur bedeutenden Gold- und Silberschmiedekunst der Region.

In den fünfzig Jahren seines Bestehens haben über 500.000 Personen das Museum besucht. Etwa noch einmal so viele Besucherinnen und Besucher sahen die Sonderausstellungen, die das Siebenbürgische Museum im Herkunftsgebiet, im europäischen Ausland (Frankreich, Österreich, Ungarn) und in Kooperation mit bundesgeförderten Museen im Inland durchgeführt hat. Wissenschaftliche Kooperationen mit Museen in Siebenbürgen, beispielsweise dem ASTRA Nationalmuseum sowie dem Brukenthalmuseum in Hermannstadt/Sibiu und dem Kunstmuseum Kronstadt/Braşov, bestehen seit Jahrzehnten und werden weiter gepflegt und ausgebaut. In dieser Zusammenarbeit sind zahlreiche wissenschaftliche Publikationen entstanden.

  • Raum

    Raum "Rituale der Gemeinschaft"