Baugeschichte Schloss Horneck

Konrad von Horneck stiftete um 1255 seine Burg dem Deutschen Orden. Mit der Amtszeit Eberhard von Seinsheims (1420-1443) wurde sie Residenz des Deutschmeisters. Nach der Zerstörung der Burg im Bauernkrieg 1525 wurde die Residenz des Deutschmeisters nach Mergentheim verlegt. 1533 war der Wiederaufbau Hornecks als Renaissanceschloss und Sitz einer Komturei (Verwaltungssitz des Deutschen Ordens) abgeschlossen. Von Zerstörung und Wiederaufbau zeugen eine Inschrift in der heutigen Siebenbürgischen Bibliothek und ein Wappen im Innenhof. Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg, Hoch- und Deutschmeister (1694-1732), Fürstbischof von Breslau und Kurfürst von Trier, lies Horneck ab 1724 von den Ordensbaumeistern Franz und Johann Michael Keller zum Barockschloss umbauen. 1805 wurde das Schloss württembergisch, danach u. a. als Kaserne genutzt und mehrfach verkauft. 1891 richtete Friedrich Trump eine Naturheilanstalt ein. 1897 von der Kuranstalt Schloss Hornegg GmbH übernommen, avancierte sie unter dem Chefarzt Dr. Ludwig Roemheld zu einem Sanatorium für wohlsituierte Patienten. Nachdem das Gebäude während beider Weltkriege als Lazarett gedient hatte, war es 1946-1957 Lungenheilstätte. Von 1960 bis 2015 war es Heimathaus Siebenbürgen, Alters- und Pflegeheim. Seit Oktober 2015 ist der Pflegebetrieb in Schloss Horneck eingestellt. Im historischen Gebäude wird das Siebenbürgische Kulturzentrum, Tagungs- und Begegnungsstätte, eingerichtet. Schloss Horneck beherbergt weiterhin mit dem Siebenbürgen-Institut, dessen Bibliothek und dem Siebenbürgischen Museum, die bedeutendsten siebenbürgischen Kultureinrichtungen außerhalb Rumäniens.



Weitere Informationen zur Geschichte der Stadt Gundelsheim bietet der Historische Pfad durch die Altstadt:

Informationsbroschüre der Stadt Gundelsheim zum Historischen Pfad * [PDF]



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  • Grabplatte Eberhard von Seinsheims (Abguss)

    Grabplatte Eberhard von Seinsheims (Abguss)

  • Wappen Franz Ludwigs von Pfalz-Neuburg

    Wappen Franz Ludwigs von Pfalz-Neuburg

  • Schloss Horneck, kolorierter Holzschnitt (1866)

    Schloss Horneck, kolorierter Holzschnitt (1866)

  • Schloss Horneck

    Schloss Horneck