Vorschau

FLÜGEL
KATHARINA ZIPSER

1.03.–17.05.2026, Pirna

Katharina Zipser (*1931) kommt aus Siebenbürgen. In den 50er Jahren hat sie in Bukarest und Klausenburg/Cluj bildende Kunst studiert. Mit Mitte 30 wurde sie vom rumänisch-orthodoxen Patriarchen als Ikonenmalerin legitimiert. Ihre Bilder – viele in der alten Technik der Eitempera gemalt – verbinden die Lebenswelten ihrer Herkunft mit den Gedanken und Träumen einer Ankommenden. Seit Jahrzehnten in Deutschland zu Hause sucht Katharina Zipser in ihrem Werk den Dialog zwischen hier und dort.

Vernissage: 01. März 2026, 15.00 Uhr
mit Dr. Heinke Fabritius, Kuratorin

Werkstattgespräch: 29. März 2026, 15.00 Uhr
mit Pomona Zipser und Heinke Fabritius

Schreibwerkstatt: 19. April 2026, 15.00 Uhr
mit Juliana Socher

Finissage: 17. Mai 2026, 15.00 Uhr
mit Juliana Socher und Heinke Fabritius

Galerie Schöne Höhe
Burglehnstraße 13, 01796 Pirna
www.schoenehoehe.art

Aktuelles

NEUES WERKSTATTGESPRÄCH

Wenn der Körper Geschichten erzählt …

Heike Schuster anlässlich der Premiere ihrer Tanzperformance
GLEIS 3 – Auf den Spuren von Rosa Lukesch

Nachzulesen in der Siebenbürgischen Zeitung oder hier als PDF zum download

Reihe
DEUTSCHSPRACHIGEN KÜNSTLERINNEN IN UND AUS DEM ÖSTLICHEN EUROPA,
in Zusammenarbeit mit der Kulturreferentin für Ostpreußen und das Baltikum am Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg

Käthe Kollwitz (1867, Königsberg – 1945, Moritzburg bei Dresden) zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit ihren eindringlichen Darstellungen von Leid, Not und sozialer Ungerechtigkeit schuf sie Werke von hohem künstlerischen und historischen Wert. Diese vermitteln einerseits ein eindrucksvolles Bild der prekären Lebensverhältnisse der 1920er Jahre, lassen sich andererseits jedoch auch als Spiegel gegenwärtiger gesellschaftlicher Fragen lesen.

Im Rahmen der Reihe „Erlesens Ostpreußen“ werden zwei Publikationen zur Künstlerin vorgestellt: Käthe Kollwitz. Die Liebe, der Krieg und die Kunst. Eine Biographie von Yvonne Schymura (C.H. Beck) sowie Kollwitz, herausgegeben von Regina Freyberger (Städel Museum, Frankfurt am Main).

Nachzusehen auf dem YouTube-Kanal des Ostpreussischen Landesmuseums, Lüneburg:

Erlesenes Ostpreußen: Dr. Heinke Fabritius über zwei Bücher zu Käthe Kollwitz

RÜCKBLICK 2025

WIR DANKEN BARBARA WARGA FÜR EINE TOLLE MALWERKSTATT!

Premiere

Gleis 3 – Auf den Spuren von Rosa Lukesch
Am 12., 13. und 14. Dezember 2025, Freiburg im Breisgau

Unser Körper erinnert, Informationen prägen sich ihm oftmals lebenslang ein. Wie ist das mit den Erinnerungen der Großmutter, die sie der Enkelin erzählend weitergibt? Kann die junge Generation das von den Alten Erzählte durch ihren Körper aufgreifen und ihm Gegenwärtigkeit verleihen?

In ihrem Tanzstück „Gleis 3 – Auf den Spuren von Rosa Lukesch“ greift die Performerin, Kampfkünstlerin und Tänzerin Heike Schuster genau diese Fragen auf, um sich der Lebensgeschichte ihrer Großmutter anzunähern. In Erinnerung gerufen wird dabei die im Januar 1945 erfolgte Verschleppung von 112.000 Deutschen aus Südosteuropa zur Zwangsarbeit in die ehemalige Sowjetunion. Rosa Lukesch war eine von ihnen, eine der jüngsten.

Auf der Bühne braucht Heike Schuster dafür keine Worte. Was ihr die Großmutter anvertraute, will sie durch ihren Körper neu erzählen und folgt dabei jenem unsichtbaren Band, das Mitglieder einer Familie miteinander teilen. Nichts ist dem Zufall überlassen: jede Bewegung konzentriert, minimalistisch auf das Wesentliche fokussiert, die zeitliche Distanz überwunden.

Nach der Aufführung am 13. Dezember werde ich mit Heike Schuster über dieses besondere Verbundensein sprechen, und auch darüber, wie wesentlich es ist, auch 80 Jahre nach dem Ende des II. Weltkriegs sich diese in der Öffentlichkeit kaum präsente Episode europäischer Nachkriegsgeschichte zu vergegenwärtigen.
Die Aufführungen finden statt am 12., 13. und 14., Dezember, jeweils 19 h, im E-Werk-Freiburg / Südufer, Haslacher Str. 41 / 79115 Freiburg i. Br.

Mit LOS (GE) LASSEN, ein Film von Brigitte Drodtloff, startet die SIEBENBÜRGISCHE FILMREIHE am 23. Oktober in die nächste Saison.

Ein Schneesturm hat den Verkehr komplett lahmgelegt. Sechs Frauen sitzen in einem Apartment fest, eine von ihnen ist hochschwanger. Als Alinas Fruchtblase platzt und die Wehen einsetzen, ist kein Arzt zur Stelle. Auf einmal geht es um Leben und Tod. Alle Konflikte und Vorwürfe sind vergessen. In der kleinen Gruppe erwachen ungeahnte Kräfte.

„Meine Oma in Hermannstadt war mein seelischer Anker“, so Brigitte Drodtloff. „Werte wie Verantwortung, Ehrlichkeit, Respekt, Mitgefühl und ganz besonders der Zusammenhalt haben mich geprägt, die Nachbarschaftshilfe in Siebenbügen hat mich beeindruckt.“ Im Film LOSLASSEN geht es um die Erinnerung an diese universellen Werte.

Bisher erzählten in unserer Reihe vor allem jüngere Dokumentarfilme von der vielfältigen Kultur und der wechselvollen Geschichte Siebenbürgens. Dieses Mal zeigen wir einen Spielfilm, der ganz unerwartet eine tiefe Verankerung seiner Regisseurin in der siebenbürgischen Lebenswelt offenbart.

Die Regisseurin Brigitte Drodtloff wird anwesend sein, anschließend im Gespräch mit Heinke Fabritius, Kuratorin der Filmreihe.

WANN: 23. Oktober 2025 // 19:30 Uhr

WO: KINOSTAR ARTHAUS KINOS, HEILBRONN

  • Filmstill aus LOS(GE)LASSEN
    Filmstill aus LOS(GE)LASSEN
  • Filmstill aus LOS(GE)LASSEN
    Filmstill aus LOS(GE)LASSEN
  • Brigitte Drodtloff, Fotografin: Corinne Korda
    Brigitte Drodtloff, Fotografin: Corinne Korda

Heinke Fabritius spricht mit Petra Antonia Binder über Theater- und Jugendarbeit in Kronstadt – eine Vorschau zur Aufführung von ABUA BUA in München

CU TIMP PENTRU CULTURĂ, deutsch: ZUR ZEIT : KULTUR, heißt der kleine Verein, den Petra Antonia Binder vor einigen Jahren in Kronstadt gegründet hat, um damit die deutschsprachige Jugendarbeit vor Ort zu fördern.
Voran steht der Gedanke, tanz- und theaterbegeisterten Jugendlichen Raum zu geben, um gemeinsam kleine Stücke zu erarbeiten und zur Aufführung zu bringen. Wer nicht auf die Bühne will, kann schreiben, zeichnen oder fotografieren. Und was gut genug ist, wird publiziert, denn inzwischen hat sich auch eine zweisprachige Zeitschrift etabliert, die unter dem Titel CU TIMP PENTRU TINERI / ZUR ZEIT : JUGEND erscheint. Sechs Ausgaben liegen schon vor.
Auf der Bühne und im Heft geht es inhaltlich um alles, was die Jugendlichen bewegt. Es gilt, gemeinsam Formen und Wege zu finden, die zur aktiven und kreativen Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswelt und deren Mitgestaltung befähigen. Dabei nehmen Kronstadt und das Burzenland eine hervorgehobene Stellung ein, denn hier sind sie alle zuhause, hier kennen sie sich aus.
Nun kommt Petra Binder am 26. im September auf Einladung der Kreisgruppe München im Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland mit ihrer Theatergruppe nach München. Unser Vorgespräch darüber finden Sie hier: Download PDF

  • Petra Antonia Binder, Portrait, Fotografin: Mihaela Solomon
    Petra Antonia Binder, Portrait, Fotografin: Mihaela Solomon
  • ABUA BUA, Szenenfoto 1, Fotograf: Ciprian Paulet
    ABUA BUA, Szenenfoto 1, Fotograf: Ciprian Paulet
  • ABUA BUA, Szenenfoto 2, Fotograf: Ciprian Paulet
    ABUA BUA, Szenenfoto 2, Fotograf: Ciprian Paulet
  • ABUA BUA, Szenenfoto 3, Fotograf: Ciprian Paulet
    ABUA BUA, Szenenfoto 3, Fotograf: Ciprian Paulet
  • ABUA BUA, Szenenfoto 4, Fotograf: Ciprian Paulet
    ABUA BUA, Szenenfoto 4, Fotograf: Ciprian Paulet
  • ABUA BUA, Gruppenfoto, Fotograf: Ciprian Paulet
    ABUA BUA, Gruppenfoto, Fotograf: Ciprian Paulet
  • GLEIS 3, Heike Schuster, Fotograf: Tobias Hanisch
    GLEIS 3, Heike Schuster, Fotograf: Tobias Hanisch
  • GLEIS 3, Heike Schuster, Fotograf: Tobias Hanisch
    GLEIS 3, Heike Schuster, Fotograf: Tobias Hanisch
  • GLEIS 3, Heike Schuster, Fotograf: Tobias Hanisch
    GLEIS 3, Heike Schuster, Fotograf: Tobias Hanisch
  • GLEIS 3, Heike Schuster, Fotograf: Tobias Hanisch
    GLEIS 3, Heike Schuster, Fotograf: Tobias Hanisch

GLEIS 3 – EINE PERFORMANCE VON UND MIT HEIKE SCHUSTER

In ihrem Tanzstück „Gleis 3 – Auf den Spuren von Rosa Lukesch“ greift die Performerin und Tänzerin Heike Schuster (Freiburg im Br.) die Lebensgeschichte ihrer Großmutter auf. Im Zentrum steht die Erinnerung an die im Januar 1945 erfolgte Verschleppung von 112.000 Deutschen aus Südosteuropa zur Zwangsarbeit in die ehemalige Sowjetunion. Rosa Lukesch war eine von ihnen.

Auf der Bühne braucht Heike Schuster kaum Worte. Was ihr die Großmutter einst anvertraute, will sie in „Gleis 3“ mit und durch ihren Körper erzählen. Sie vertraut auf die innigen Bande, die sie mit ihrer Oma verbinden. Nichts bleibt dem Zufall überlassen. Jede ihrer Bewegungen ist so konzentriert, so minimalistisch auf das Wesentliche fokussiert, dass sie die Distanz überwindet. Sie setzt die Erinnerung an die Deportation auf ein neues Gleis und verleiht ihr Gegenwärtigkeit.

Die Aufführung mit anschließender Diskussion in rumänischer Sprache findet am 17. September 2025, um 19:00 Uhr, in der Kulturbank Apollonia Hirscher, Strada Michael Weiss 22 in Brașov/ Kronstadt statt. Die Moderation übernimmt Dr. Petra Antonia Binder.

Kooperationspartner: Der Verein ZurZeit: Kultur, das Ortsforum Kronstadt und die Kulturbank Apollonia Hirscher, ebenfalls in Brașov/Kronstadt

EINLADUNG zu einem märchenhaften Nachmittag im Siebenbürgischen Museum!

Während die Kinder in einem verwunschen Raum des Schlosses dem siebenbürgischen Märchen “Die Königstochter in der Flammenburg” zuhören und kreativ werden, haben die Eltern die Gelegenheit, in Ruhe das Museum zu entdecken oder auch gern mitzuzuhören.

Die Teilnahme ist kostenlos, der Eintritt an diesem Tag frei. Anmeldungen erbeten unter: kulturreferat@siebenbuergisches-museum.de

JA ZU BISTRITZ!

Rückblick Studienreise: MARMAROSCH, MOLDAUKLÖSTER UND SIEBENBÜRGEN. Welterbe in den Karpaten

In Kooperation mit dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der LMU München war ich vom 12. – 19. Juli unterwegs in der Marmarosch, der Südbukowina und in Nordsiebenbürgen. In Bistritz, dem Zentrum des Nöserlandes, gab es Gelegenheit zur Begegnung mit Stadtpfarrer Andreas Hartig.

Gesprächsthema war auch der tragische und verlustreiche Kirchturmbrand von 2008, der aber auch ungeahnte Kräfte freisetzte, die den Wiederaufbau des Turmes und sogar die umfassende Renovierung des gesamten Kirchengebäudes möglich machten. Gerade diese Initiativen, so berichtete Hartig, hätten das gesellschaftliche Zusammenwirken und die gemeinsam zu tragende Verantwortung für das Kulturerbe ungemein gestärkt. Die evangelische Stadtpfarrkirche werde als eines der Wahrzeichen der Stadt angenommen. Das spiegele sich in den Besucherzahlen der Orgelkonzerte, der Präsenz städtischer Schulgruppen, aber auch steigender Touristenzahlen, etwa der Moldautouristen, zu deren Reiseroute inzwischen selbstverständlich ein Zwischenstopp in Bistritz gehört.

SIEBENBÜRGEN.
KULTURELLE DIALOGE ZWISCHEN GESTERN UND HEUTE

STUDIENREISE:
Samstag, 12. April, bis Freitag, 18. April 2025

EINFÜHRUNGSSEMINAR:
Freitag: 28.02.2025, 16.00 – 20.30 Uhr
Samstag: 01.03.2025, 09.00 – 16.00 Uhr

Siebenbürgen bzw. Transsylvanien, gelegen im Bogen der Karpaten in Rumänien, hat eine reiche und faszinierende Geschichte.
Wie kaum eine andere Region Europas hat sie zudem den Ruf einer besonders geheimnisvollen, von Sagen umwobenen Landschaft. Noch immer wird Siebenbürgen von Reisenden als Geheimtipp gehandelt, obwohl seine landschaftliche Schönheit und die reichen Kulturschätze (UNESCO Weltkulturerbe) großartige Erlebnisse bieten.

Lernen Sie auf dieser Reise – eingestimmt und gut vorbereitet durch das Einführungsseminar – die wechselvolle Geschichte dieser multiethnischen Region kennen.

Die Reise findet in Kooperation mit der Akademie am Dom in Wien statt. Alle weiteren Informationen finden Sie hier:
https://www.theologischekurse.at/veranstaltungen/25723/siebenbuergen

Foto: Marc Schroeder, Kronstadt/Brașov