Liebe Leserinnen und Leser,

an dieser Stelle finden Sie Hinweise zu aktuellen Veranstaltungen, die ich gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern anbiete.

Aufgrund der aktuellen Einschränkungen müssen jedoch leider wieder Veranstaltungen verschoben werden, digitale Alternativen sind im Entstehen. Über die neuen Termine und Angebote werde ich Sie an dieser Stelle zu gegebener Zeit informieren. Das Beratungsangebot zur Projektförderung läuft selbstverständlich weiter; auch Anträge werden weiterhin angenommen und bearbeitet. Im Home-Office können Sie mich zu den üblichen Bürozeiten unter 0177 / 300 30 92 erreichen.

Es freut mich mitteilen zu können, dass wir – trotz erschwerter Bedingungen – am 22. Oktober Marc Schroeders Ausstellung ORDER 7161 – Zeitzeugenporträts einer Deportation im BUKOWINA-INSTITUT in Augsburg eröffnen konnten. Die Ausstellung, die nach Stationen in Marmaroschsighet / Sighetul Marmaţiei (RO), Stuttgart und Berlin, nun die vierte durch das Kulturreferat geförderte Präsentation der eindrücklichen Fotografien zeigt, erinnert an die Verschleppung der Rumäniendeutschen vor 75 Jahren zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion. Das Projekt wird wieder von Führungen begleitet und einem Zeitzeugen-Workshop ergänzt. Zur Finissage – am 8. Januar 2021 – ist eine Lesung mit Texten von Mariana Gorczyka, Herta Müller und Oskar Pastior geplant, vorgetragen werden sie von Studierenden aus Augsburg.

Ebenfalls im Oktober erlebte die Reihe KÜNSTLERINNEN IM UND AUS DEM ÖSTLICHEN EUROPA ihre Wiederaufnahme und Fortsetzung. Mit dem Vortrag „Grete Csaki-Copony und Margarete Depner – Künstlerische Selbstentwürfe in den politischen Wirren des 20. Jahrhunderts“ war ich zu Gast im HAUS DES OSTENS in München. Die für Ende November vorgesehenen Termine der Reihe im Gerhard-Hauptmann-Haus, Düsseldorf, und im Pommerschen Landesmuseum, Warendorf, müssen gemäß der geltenden Verfassung der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW vom 30. Oktober 2020 leider ausfallen.

In der Reihe der WERKSTATTGESPRÄCHE ist soeben ein Interview mit Julia Koch erschienen, die über ihre zum größten Teil im Verborgenen stattfindende Arbeit in den Sammlungen des Siebenbürgischen Museums berichtet und Einblicke hinter die Kulissen des Museums gewährt.

Nicht zuletzt bleibt zu erwähnen, dass der dem Copernico-Portal. Geschichte und kulturelles Erbe im östlichen Europa vorgelegte Antrag des Kulturreferats und seiner Kooperationspartner für ein Kurzfilmprojekt unter dem Titel (Nach-)Klänge der Bukowina. Musikkulturen einer multiethischen Region positiv beschieden wurde. Die Aufnahmen fanden am 20. Oktober in der „JMAS Ehemaligen Synagoge Kriegshaber“, einer Außenstelle des Jüdischen Museums, in Augsburg statt. Während nun im November die Arbeiten für die Textproduktion und den Filmschnitt unternommen werden, können Sie schon jetzt anhand der Fotos vom Drehtag einen ersten Eindruck von diesem Projekt gewinnen – dazu bitte weiter nach unten scrollen.

Weiter finden sich dort ausführlichere Informationen zur Ausstellung ORDER 7161, das Werkstattgespräch mit Julia Koch ist als PDF abrufbar. Ideen und Empfehlungen für 2021 stehen in der Rubrik FORTLAUFENDE FORMATE bereit.

Ihre Heinke Fabritius

  • Ausstellungsaufbau ORDER 7161 im Bukowina Institut, Foto Heinke Fabritius

    Ausstellungsaufbau ORDER 7161 im Bukowina Institut, Foto Heinke Fabritius

  • ORDER 7161 Franz Pleth Bildegg 2013, Foto Marc Schroeder

    ORDER 7161 Franz Pleth Bildegg 2013, Foto Marc Schroeder

  • Künstlerinnenreihe im HDO Vortrag Heinke Fabritius, Foto Florian Kührer-Wielach

    Künstlerinnenreihe im HDO Vortrag Heinke Fabritius, Foto Florian Kührer-Wielach

  • Margarete Depner, Die Sinkende, 1933, Stein/Marmor, Kunstmuseum Stuttgart, Foto: Frank Kleinbach

    Margarete Depner, Die Sinkende, 1933, Stein/Marmor, Kunstmuseum Stuttgart, Foto: Frank Kleinbach

  • Julia Koch im Werkstattgespräch, Foto Mauel Mayerhöffer

    Julia Koch im Werkstattgespräch, Foto Mauel Mayerhöffer

  • Aufnahmetag (Nach-)klaenge der Bukowina, Foto Marc Schroeder

    Aufnahmetag (Nach-)klaenge der Bukowina, Foto Marc Schroeder

ORDER 7161 – ZEITZEUGENPORTRÄTS EINER DEPORTATION

MARC SCHROEDER

75 Jahre nach Stalins Geheimbefehl 7161, der die Deportation von 70.000 Rumäniendeutschen zur Wiederaufbauarbeit in die Sowjetunion zur Folge hatte, erinnert diese Ausstellung an eine fast vergessene Episode europäischer Nachkriegsgeschichte.

Marc Schroeders Zeitzeugenportraits, entstanden in Rumänien während mehrerer Reisen zwischen 2012 und 2015, sie dokumentieren Erinnerungen und Gespräche mit hochbetagten Menschen, die Opfer der Deportationen wurden. Sie erzählen vom persönlichen Umgang mit den erlittenen Traumata, die aus der fragwürdigen Zuweisung „kollektiver Schuld“ resultieren.

Die Ausstellung ORDER 7161, ZEITZEUGEN EINER DEPORTATION von Marc Schröder, die von Dr. Heinke Fabritius, Kulturreferentin für Siebenbürgen am Siebenbürgischen Museum, kuratiert wird, ist am 22. Oktober im Bukowina-Institut an der Universität Augsburg eröffnet worden. Erste Führungen und ein Zeitzeugen-Workshop konnten bereits vor dem Lockdown stattfinden, weitere sind für Dezember und Januar geplant. Bei Interesse an einer Führung oder an einem Ausstellungsbesuch bitten wir Sie um vorherige Anmeldung unter: 0821/577067 oder info@bukowina-institut.de

https://www.uni-augsburg.de/…/

  • Ausstellungsaufbau im Bukowina-Institut, Foto HF

    Ausstellungsaufbau im Bukowina-Institut, Foto HF

  • Ausstellungsaufbau im Bukowina-Institut, Foto HF

    Ausstellungsaufbau im Bukowina-Institut, Foto HF

  • Blick in die Ausstellung, Foto MS

    Blick in die Ausstellung, Foto MS

  • Blick in die Ausstellung, Foto MS

    Blick in die Ausstellung, Foto MS

  • Blick in die Ausstellung, Foto MS

    Blick in die Ausstellung, Foto MS

  • Erste Gäste, Foto HF

    Erste Gäste, Foto HF

  • Besucher nach der Vernissage, Foto MS

    Besucher nach der Vernissage, Foto MS

  • Führung mit der Kulturreferentin, Foto MS

    Führung mit der Kulturreferentin, Foto MS

WERKSTATTGESPRÄCHE – Die Kulturreferentin im Gespräch mit Kulturschaffenden

Folge 1 – POMONA ZIPSER:
Über Schönheit und Strenge – und Berlin (SbZ, 15. Juni, 2020)
Download PDF

Folge 2 – FERENC GÁBOR:
Solo-Viola des Konzerthausorchesters am Gendarmenmarkt
(SbZ, 15. Juli, 2020)
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Folge 3 – DR. MARKUS LÖRZ:
Die Faszination des Siebenbürgischen Museums in Gundelsheim
(SbZ, 10. August 2020)
Download PDF

Folge 4 – JULIA KOCH:
Hinter den Kulissen des Museums
(SbZ, 25. Oktober 2020)
Download PDF

(Nach)Klänge der Bukowina: Musikkulturen einer multiethnischen Region

In Kooperation mit dem Bukowina-Institut an der Universität Augsburg, dem Fachbereich Musikwissenschaften an der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg sowie dem Jüdischen Museum in Augsburg hat das Kulturreferat für Siebenbürgen Projektmittel zur Herstellung eines Kurzfilms eingeworben, der exemplarisch die Musikkulturen der Bukowina vorstellt.

Das literarische Schaffen der historischen Region Bukowina, die heute als multiethnisches Gebiet par excellence erinnert wird, ist Gegenstand vielfältiger Forschungen. Bislang wenig Beachtung fand dagegen ihre musikalische Vielfalt, was durchaus verwunderlich ist, denn die Region brachte ausgezeichnete Musiker*innen hervor, die enge Kontakte zu bedeutenden musikalischen Zentren wie Bukarest und Wien unterhielten. Im Fokus steht somit eine bislang wenig erschlossene Perspektive auf europäische Verflechtungsgeschichten. Dieser Leerstelle widmet sich das Kooperationsprojekt, das anhand eines online abrufbaren Konzertes sowie kommentierter Einführungen das musikalische Leben der Bukowina vergegenwärtigt und sowohl die Hochkultur wie auch das Volkslied einbezieht.

Das im Rahmen des am Herder-Institut entstehenden Onlineportals Copernico. Geschichte und kulturelles Erbe im östlichen Europa geförderte Projekt wird im Frühjahr 2021 über das Portal sowie über die Homepages der Kooperationspartner abrufbar sein.

Sehen Sie hier eine kleine Bilddokumentation des Aufnahmetages in den Räumen der „JMAS Ehemaligen Synagoge Kriegshaber“. Als Künstler und Interpreten engagiert waren:
Mia Jakob, Sopran
Denise Maurer, Klavier
Martina Swandulla-Gebauer, Alt
Richard Resch, Tenor
Lutz Landwehr von Pragenau, Komponist

  • Der Bechsteinflügel wird gebracht, Foto Heinke Fabritius

    Der Bechsteinflügel wird gebracht, Foto Heinke Fabritius

  • Aufnahmeort ehemalige Synagoge Kriegshaber, Augsburg, Foto Heinke Fabritius

    Aufnahmeort ehemalige Synagoge Kriegshaber, Augsburg, Foto Heinke Fabritius

  • Die richtige Position finden, Foto Heinke Fabritius

    Die richtige Position finden, Foto Heinke Fabritius

  • Stimmprobe, Foto Ilya Kotov

    Stimmprobe, Foto Ilya Kotov

  • Einsinngen, Foto Ilya Kotov

    Einsinngen, Foto Ilya Kotov

  • Lutz Landwehr von Pargenau, Foto Ilya Kotov

    Lutz Landwehr von Pargenau, Foto Ilya Kotov

  • Martina Swandulla-Gebauer, Foto Ilya Kotov

    Martina Swandulla-Gebauer, Foto Ilya Kotov

  • Lutz Landwehr von Pragenau, Richard Resch, Foto Heinke Fabritius

    Lutz Landwehr von Pragenau, Richard Resch, Foto Heinke Fabritius

  • Richard Resch, Foto Heinke Fabritius

    Richard Resch, Foto Heinke Fabritius

  • Denise Maurer, Foto Heinke Fabritius

    Denise Maurer, Foto Heinke Fabritius

  • Denise Maurer, Mia Jakob, Foto Marc Schroeder

    Denise Maurer, Mia Jakob, Foto Marc Schroeder

  • Aufnahmen mit der Handkamera, Foto Heinke Fabritius

    Aufnahmen mit der Handkamera, Foto Heinke Fabritius

  • Denise Maurer, Mia Jakob, Foto Marc Schroeder

    Denise Maurer, Mia Jakob, Foto Marc Schroeder